Die Freude am Fahren - ein Ausflug in die Welt der energetischen NAHRUNG

Letzte Aktualisierung am 27. Mai 2015.

Die Freude am Fahren

Die Frage „was nährt mich“ macht ja schon seit einiger Zeit die Runde durch die Gesellschaft. Das uns nicht nur unser Essen nährt ist sicher mittlerweile bei jedem angekommen. Und nein, an alle, die mich schon länger kennen, der Titel dieses Blogbeitrages ist kein emotionales Revival an meinen ehemaligen Arbeitgeber, es ist eine Homage an meine wiedergefundene Freude am Fahren - und diesmal geht es um Energie...

Vor einigen Jahren, als ich aus der Münchner Innenstadt nach draußen aus Land zog, kam ich mit meinem Stadtfahrrad nicht mehr weit. Mein altes Rad war auf den Feld-, Wald- und Wiesenwege, die ich so gerne durchkämme, nicht manövrierbar. Es musste ein Neues her. Geleitet wurde ich zu einem Radhersteller, der absolut schicke, leichte und wendige Bikes designt. Mein Herz sprang zu einem Rad, das einfach SO unendlich gut fuhr - egal war mir, welche fazinierende Technik dahinter steckte. Ich kaufe emotional - wenn mein Bauch „ja“ sagt, dann ist alles andere fast egal. Diese Technik lernte ich spätestens dann kennen, als ich mich beim ersten Ausflug über den Lenker ablegte, denn die Macht von Scheibenbremsen war mir bis dahin verborgen geblieben. Heute wollte ich nicht mehr ohne sein.

Besagtes Rad also begleitete mich vortan Jahr für Jahr, querfeldein, zum See, zum Einkaufen, zum Arbeiten. Es war unendlich treu, in einem besonders heißen Sommer veränderte es durch die starke Sonneneinstrahlung seine Farbe sehr individuell in einen Bronzeton, und ich liebte es noch mehr. Geliebt, gelebt, geachtet...

Wir zogen um - nach Berlin. Was wollte ich im platten Land mit meinem Mountainbike? Und das in einer Stadt wo sie Dir den Sattel unter dem Hintern wegklauen? Mein Rad stand im Keller und wartete auf bessere Zeiten, meine Ausflüge fehlten mir, die Lebensfreude bei meinen Fahrten fehlten mir. Letztes Jahr, beim ersten Sonnenstrahl, fuhr ich es durch den Grunewald und sammelte meine Kräuter. Wir erkundeten neue Gegenden. In der ersten Nacht draußen, es war sehr gut angekettet, wurde es geklaut. Sie kamen mit einem Bus und klauten die halbe Siedlung leer... mir fehlten die Worte.

Ich war überrascht über die Heftigkeit meiner inneren Reaktionen, Wut, Ent-täuschung, Ärger, Ohnmacht, Verletztheit.

Die emotionale Leere, die ein Fahrrad hinterlassen kann - es ist ein kleiner Tod.

Tja, nun stand ich da und dachte mir, na hier oben brauche ich so ein Fahrrad ja nicht. Also fahre ich meinen alten verrosteten Stadtesel... aber machte das Freude? Na ja, nicht so wirklich.

Ein Jahr später zog ich los und schaute in die Schaufenster der Radgeschäfte - ich suchte mein altes Fahrrad? Ich fand einen Laden - per Zufall. Den Laden gibt es wohl schon 30 Jahre, wie ich erfahren durfte. Dann baute mein Hirn intelligente Fragen ein: "Brauchst Du solch ein Fahrrad wirklich?" "Brauchen?!" Der Inhaber beobachtete mich und dann bekam er meine Geschichte zu hören. Ich suchte „das alte so unendlich freudvolle“ Fahrgefühl. Das wollte ich wiederhaben bzw. neu für mich entdecken. Es fehlte mir und es fehlte der Lebendigkeit meines Lebens! Es war Ausdruck meiner Freude geworden...

Er zeigte auf eines an der Wand - er hatte eins. Das Erkennen des Gefühls kam innerhalb von Sekunden. Einmal die Straße hoch und runtergefahren und ich wusste es. Keine halbe Stunde später war ich stolze Besitzerin eines neuen Bikes. Ich fuhr gleich den Hang hoch nach Hause, die ersten Meter schon machten solch eine Freude, ich kann es kaum beschreiben, mein Herz machte Sprünge! Meine erste Abendrunde durch den Park von Sanssouci machte schon so ungeheuren Spaß, ich sang, während ich durch die Wälder fuhr. Freude Freude Freude. 

Nie hätte ich mir früher solch ein technisch hochversiertes Rad gekauft. Dazu wurde ich 2010 indirekt innerlich angeleitet. Damals war ich einige Wochen in der Toskana - eine Auszeit - eine Neufindung. Durch Zufall wurde ich Teil einer wundervollen Schweizer Gruppe, die zwei Wochen Seminar bei einem Schweizer Lehrer absolvierten. Es ging um ENERGIE. Wir beschäftigten uns jeden Tag mit der Frage nach unserer energetischen Ausrichtung und übten, sie täglich zu aktiveren und eindeutiger werden zu lassen. Zwei Wochen, die mein Leben nachhaltig änderten!  Er fragte uns, ob das Auto, das wir fahren, uns Spaß macht, ob eine Fahrt damit, unsere Energie ins Fließen bringt. Selbiges mit unserem Fahrrad, mit unserer Wohnung, mit dem Bett, der Hose, dem Job, einfach allem. Und da waren sie, die Schlüsselfragen: Gibt es Dir Energie? oder Nimmt es Dir Energie?

und das Leben wird plötzlich so einfach... 

und Ihr kennt die Frage, was würdest Du mitnehmen, wenn Du auf eine einsame Insel gehst!? Je nach Größe der Insel, sicherlich mein Fahrrad :-)

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